Nach einem spannenden Kampf unterliegen die Volleyballerinnen des Schweriner SC dem USC Münster.

1. Satz: 0:1; 19:25 / 20 min;
2. Satz: 1:1; 25:23 / 27 min;
3. Satz: 1:2; 23:25 / 27 min;
4. Satz: 2:2; 38:36 / 40 min;
5. Satz: 2:3; 13:15 / 15 min.

Schwerin (WG): Den immer wieder spannenden Vergleich mit dem USC Münster wollten sich ca. 500 Zuschauer nicht entgehen lassen. Sie kamen auch voll auf ihre Kosten. Leider konnte der SSC diese Partie unglücklicherweise nicht für sich entscheiden. In entscheidenden Augenblicken fehlte Schwerin einfach die erforderliche Cleverness und das Quentchen Glück.

Münster war heute auf jeden Fall zu schlagen, aber in entscheidenden Momente konnte der SSC den Sack nicht zubinden.

Nach dem 1:3 am Freitag in Ulm schmerzt diese Niederlage noch mehr, da sie die Zielstellung, am Ende der Meisterrunde Platz 3 zu belegen, schon jetzt in fast unerreichbare Ferne gerückt ist.

1. Satz:

Bis zum 11:11 war dieser Satz ausgeglichen. Dann erfolgte ein unerklärlicher Einbruch der Schwerinerinnen. Alles wirkte lust- und kraftlos. Abwehr wie Angriff waren äußerst schwach. So war es nur logisch, daß Münster diesen Satz mit 25:19 gewann.

2. Satz:

Dieser Satz war von Beginn bis Ende spannend und hart umkämpft. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzten. Bis zum 9:9 wechselte laufend die Führung. Über die Stationen 14:12; 17:17; 21:21 konnte der SSC diesen Satz mit 25:23 für sich entscheiden.

3. Satz:

Schwerin legte wie die Feuerwehr los und ging mit 6:0 (dank toller Aufgaben von Kathleen Weiß) in Führung. Beim 0:5 hatte Münsters Trainer Axel Bühring bereits beide Auszeiten genommen. Anstatt weiter konzentriert zur Sache zu gehen, schlichen sich beim SSC wieder alte Fehler ein. Es schien, als habe man Angst vor der eigenen Courage. Beim 7:8 hatte Münster den Anschluß erreicht und konnte beim 14:14 zum ersten mal ausgleichen und beim 17:16 sogar in Führung gehen. Diesen Vorsprung konnte der USC mit 25:23 zum Satzgewinn retten. Bei Schwerin vermißte man ein konsequentes Aufbäumen. Vor allem Linda Dörendahl machte viele Annahmefehler und wirkte oftmals überfordert.

4. Satz:

Dieser Satz wird in die Annalen der Endrunde eingehen. Münster legte resolut vor und ging mit 11:6 in Führung. Der SSC sah bereits wie der sichere Verlierer aus; doch konnte er sich bravourös wieder herankämpfen. Vor allem Claudia Bimberg konnte sich mit vielen gelungenen Passagen auszeichnen. Beim 15:16 hatte der SSC den Anschluß geschafft, aber Münster konnte immer wieder auf 2 bis 3 Punkte Differenz enteilen. Beim 22:24 hatte der USC Matchball, doch Cornelia Dumler schlug ihre Aufgabe ins Netz. Patricia Wolf brachte mit einer schönen Aktion Schwerin mit 25.24 in Führung. Keine Mannschaft konnte den entscheidenden Punkt erzielen. So ging es bis zum 36:36 weiter. Angela Krivarot und Jana Müller konnten dann endlich nach 40 Spielminuten das vielumjubelte 38:36 sicherstellen und somit zum 2:2-Satzausgleich kommen. Jetzt mußte das Spiel im Tie-Break entschieden werden.

5. Satz:

Wieder einmal konnte Schwerin seiner Nervosität nicht Herr werden und mußte immer einem Rückstand hinterherlaufen. Nur beim 5:5 konnte einmal ein Gleichstand erreicht werden. Beim Stand von 13:14 scheiterte Jana Müller am Gästeblock; somit war das Spiel entschieden.

Der SSC muß es endlich einmal schaffen, über das gesamte Spiel druckvoll und konzentriert zu spielen. Dann wäre die Niederlage heute durchaus zu vermeiden gewesen.

Der SSC spielte mit: Krivarot, Weiß, Schlüter, Schulz, Wolf, Müller, Dörendahl; Shumeyko, Gollan, Bimberg

WG